Unterrichtsinhalte
Die Probestunde dient zum gegenseitigen Kennenlernen. Weiterhin schauen wir, inwieweit ihr bereits Vorkenntnisse besitzt und legen dann ein Unterrichtskonzept fest.
Mein Unterrichtsansatz basiert darauf, den Schülern von Anfang an eine breite Grundlage an Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln. Sie werden sich stets darüber im Klaren sein, was sie da auf der Gitarre eigentlich tun und wie die verschiedenen Dinge miteinander verknüpft sind. Wir werden uns demgemäß nicht nur auf das Erlernen von Akkorden oder Liedern beschränken, sondern viele verschiedene Aspekte betrachten und entwickeln.
Einige Bereiche meines Unterrichts sind obligatorisch. Andere könnt ihr freiwillig erlernen.
Im Songunterricht hingegen (s. u.) habt ihr freie Fahrt in jeglichen Bereichen.
Eine Vorbereitung auf eine Aufnahmeprüfung läuft natürlich speziell gemäß der Richtlinien der angestrebten Ausbildungsinstitution ab.
Obligatorisch
Grundlagen: Das Stimmen der Gitarre mit Stimmgerät und nach Gehör gehört sicherlich zum essentiellen Handwerk, wenn man ein Saiteninstrument erlernen möchte. Weiterhin werden wir im Laufe der Zeit sämtliche Töne mit ihren enharmonischen Verwechslungen auf dem Griffbrett erlernen. Die Bezeichnungen der Bauteile einer A- oder E-Gitarre, um sich bei Bedarf mit den Jungs im Gitarrenladen unterhalten zu können, ist sicherlich von Vorteil. Die Haltung des Oberkörpers mit Kopf, Schultern, Armen und Händen ist zu Beginn natürlich ein wichtiges Thema.
Akkorde: Klar! Viele wollen mit der Gitarre beginnen, um bei Mondschein und Lagerfeuer Klassiker und Moderne zum Besten geben zu können. Also packen wir’s an! Grundakkorde, gefolgt von Barrés bis hin zu Erweiterungen wie sus, 7, maj7, 9, 11, 13 etc. werden wir in unser Unterrichtsrepertoire aufnehmen.
Rhythmik: Was spielen die meisten Gitarristen ihr Leben lang? Richtig! Rhythmusgitarre. Warum also nicht von Anfang an ein gutes Rhythmusgefühl unter Einsatz des berühmt-berüchtigten Metronoms aufbauen? Das Erlernen, Fühlen und Spielen der verschiedenen Notenwerte, gepaart mit aufeinander aufbauenden Übungen vom Blatt sind Teil meines Unterrichts.
Technik: Die Beweglichkeit eurer Hände und Finger wird geschult. Für viele ein trockenes Thema. Aber wir werden dafür sorgen, dass der Ehrgeiz angestachelt und ihr euch permanent weiter entwickeln werdet.
Harmonielehre: Sicherlich ein riesiges Gebiet, welches mitunter Angst und Schrecken bei vielen hervorruft. Aber! Auch wenn ihr in Mathe kein Genie wart, in der Musik sind viele Dinge absolut logisch. Mit dem richtigen Vermittler an eurer Seite werden die Lichter einzeln und nacheinander aufgehen und hell am Firmament erscheinen - versprochen! Hierbei werden wir uns auf jeden Fall anschauen, welche 3- und 4-Klänge zu einer bestimmten Dur-Tonart gehören. Wenn ihr danach weiter zu den Dur-Modes (= Kirchentonarten) vorrücken möchtet, kein Problem.
Intervalle: Als spezieller Ausschnitt der Harmonielehre. Die Intervalle von der Prim bis zur Oktave zu lernen und auf dem Griffbrett zu erkennen, wird uns im ersten Jahr beschäftigen. Alles, was über den Oktavraum hinausgeht, werden wir bei Bedarf zum Unterrichtsstoff hinzufügen. Akkorde anhand ihrer Intervallstruktur auf dem Griffbrett bilden zu können, erspart uns so manche der über 4 Millionen auf dem Markt erhältlichen Grifftabellen.
Kreativität: Wir werden nicht permanent die Unterrichtsmaterialien rauf und runter spielen. Sondern ihr werdet bereits im Anfangsstadium euer erworbenes Wissen auf ganz persönliche Art und Weise einsetzen, um etwas Eigenes, etwas Wohlklingendes aus dem Bauch - oder auch aus dem Kopf - heraus zu kreieren. „Trial and error“ wird unser Partner sein. Spannend, entspannend und sicherlich horizonterweiternd.
Freiwillig
Lieder: Logisch! Das Erlernen der Gitarre geht immer mit dem Erlernen eurer Lieblingssongs einher. Ihr bestimmt, welche Lieder wir uns vornehmen wollen. Habt IHR keine Ideen, werde ICH welche haben! ;-)
Stilistiken: Mal über den Tellerrand hinausschauen und etas anderes als Blues und Rock zocken, ist doch für jeden ein erfrischendes Erlebnis. Es erweitert den musikalischen Horizont und hält die eine oder andere neue Spieltechnik parat. "Funk" z. B. kann in meinem Unterricht bei Bedarf einen großen Stellenwert einnehmen. Die Grundregeln des "Jazz" biege ich euch auf Nachfrage natürlich ebenfalls bei.
Improvisation: Spielen, was euch gerade spontan aus dem Bauch und aus den Fingern fließt. In erster Linie geht es in meinem Unterricht darum, die Töne der Tonleitern „gewinnbringend“ miteinander zu verbinden. Das Box-System oder die Moll-Pentatonik dienen dafür als Erstgrundlage. Darüber hinaus gibt es keine Grenzen. Das Trainieren zu zahlreichen Playalongs soll den Spaßfaktor in die Höhe treiben.
Griffbrettübersicht: Das Erlernen und sofortige Erkennen jedes einzelnen Tones auf der Gitarre ist Grundvoraussetzung für das CAGED-System, das 3-Notes-per-String-System oder das Intervall-System. Auch wenn ihr hier nicht in die Tiefe gehen möchtet, werde ich euch abseits der Moll-Pentatonik das eine oder andere während des Unterrichts unterschmuggeln (wenn ihr euch für die Improvisation entscheidet).
Komposition: Das ABC des grundlegenden Songwritings. Wie baue ich ein Stück auf? Welche harmonischen Klischees gibt es? Wie arrangiere/instrumentiere ich meine Idee? Wie gehe ich die Melodie an? Dieses Thema behandle ich gerne mit meinen Schülern, die bereits über ein erweitertes Wissen bzgl. der Harmonielehre verfügen. Die neuen Erkenntnisse, die sich dann bei der Kompositionsthematik ergeben, sind wirklich erstaunlich!
Gehörbildung: Das Hören von Intervallen, Tonleitern, Akkorden und Akkordverbindungen erleichtert einem das Leben beim Heraushören seiner Lieblingssongs oder bereitet dich auf die Aufnahmeprüfung an einer Ausbildungsstätte vor.
Blattspiel: Wenn ihr Lust habt, Noten und das Spielen vom Blatt zu erlernen, ist das kein Problem. Meinen jüngeren Schülern (14 - 15 Jahre) würde ich diese Option stets empfehlen.
Bandcoaching: Ihr habt eine Band und sucht nach Akkorden, Phrasen, Soli oder passenden Sounds für euren Part als Gitarrist? Im Unterricht analysieren wir eure Arbeit und schauen, was wir entwickeln oder ändern können. Dafür muss ich nicht unbedingt in eurem Proberaum stehen. Es reicht aus, wenn wir uns gemeinsam eure Songs im Unterricht vornehmen, uns euer Spiel anschauen, besprechen und positiv voranbringen (das funktioniert auch online). Wenn ihr auch meine Tipps für eure Bandkollegen an diese weitertragen möchtet (sie dafür also offen sind), umso besser.
Bei Bedarf komme ich auch gerne vor Ort in euren Proberaum und werfe einen unvoreingenommenen Blick auf euch alle (Fahrtkosten + Pauschale i.H.v. € 20,00 + Stundensatz i.H.v. € 32,00, viertelstündlich abgerechnet).
Vorbereitung Aufnahmeprüfung: Im Grunde genommen ist das immer das gleiche: Hören/Singen von Intervallen, Hören von 3- bis 4-stimmigen Akkordverbindungen, Hören von Tonleitern, Theorietest, Spielen von ca. 3 Stücken (inkl. Jazz-Standard). Ich habe bisher einige Schüler auf derartige Aufnahmeprüfungen vorbereitet. Wenn ihr mir die Anforderungen eurer Ausbildungsstätte zukommen lasst, gehen wir das Ganze Schritt für Schritt durch.
Songunterricht
Hier bestimmt ihr zu 100% den Unterricht. Ihr versorgt mich mit den Unterrichtsmaterialien und bestimmt, was wir wann und wie lange üben werden. Ich sitze euch hierbei eher als Trainer als als Lehrer gegenüber, gebe euch Tipps und eine gewisse Struktur an die Hand, derer ihr folgen könnt - oder auch nicht. Dies bleibt alleinig euch und eurer Intuition überlassen.
Ich lege großen Wert darauf, dass ihr die Songs, die wir bearbeiten, auch auswendig lernt - und nicht vom Blatt spielt. Dies ist eine meiner wenigen Bedingungen, wenn ihr diese Unterrichtsform für euch auswählt.
Dieses Unterrichtskonzept hat sich über die letzten Jahre aus meiner Sicht zu einem absoluten Erfolg gemausert, in dem meine Schüler ganz nach ihrem Gustus Umfang und Geschwindigkeit selbst bestimmt haben. Diese Art der Freiheit hat bisher alle Teilnehmer - aus meiner Sicht - zu Höchstleistungen und rasanten Fortentwicklungen verholfen. Das macht wirklich richtig Spaß das mitzuverfolgen!